Flüchtiger Lenker raste durch Krems. Rote Ampeln und Polizeisperren ignoriert. 31-Jähriger gefährdete mehrere Menschenleben.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 15. Juni 2021 (16:44)
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Ein 31-jähriger Beschäftigter in Krems ist zwar stolzer Besitzer eines schnittigen Wagens, besitzt aber keine Fahrlizenz. Der flotte Flitzer war auf den Straßen von Krems unterwegs und amtsbekannt, da sich ein nicht identifizierter Lenker einer Anhaltung durch die Polizei entzogen hat.

Am 22. August 2020 war der Wagen wieder einmal unterwegs und stach aufmerksamen Beamten einer Zivilsteife ins Auge. Es kam wie schon einmal: Der Lenker – ein führerscheinloser Wagenbesitzer unter Drogeneinfluss, wie sich später herausstellte – gab Gas.

Verfolgungsjagd durch die Stadt

Er lieferte der Zivilstreife und der alarmierten Verstärkung eine wilde und Menschenleben gefährdende Verfolgungsjagd bei strömendem Regen und Dunkelheit. Mit waghalsigen Fahrmanövern – rote Ampeln ignorierend, Beinahe-Kollisionen mit Polizeisperren – raste er quer durch Krems.

Mit der Polizei im Nacken wurde es An der Schütt eng für den Flüchtenden, und er soll laut Anklage sogar versucht haben, einen Einsatzwagen abzudrängen. Das stellte der Beschuldigte in Abrede. „Ich war in Panik und wollte nur weg. Ich wollte niemanden verletzen“, beteuerte er.

Die Flucht endete in einem Feldweg, wo der Flitzer im vom Regen durchweichten Erdreich festsaß. Der Mann wurde wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu zwölf Monaten auf Bewährung und 1.200 Euro verurteilt. Rechtskräftig.