Krems: Das Comeback der Innenstadt. Die Kremser Fußgängerzone boomt wie schon lange nicht mehr.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 18. Juni 2021 (08:22)

Die Kremser Innenstadt geht gestärkt aus der Corona-Pandemie hervor. Darauf lässt zumindest eine Passantenfrequenzmessung schließen, die das Stadtmarketing in der Zeit von 31. Mai bis 6. Juni durchführte. Die neue Anlage, die rund 2.000 Euro kostete und seit 4. Mai aktiv ist, verzeichnete in dieser Woche einen Wert von 68.000, was eine deutliche Steigerung gegenüber der Prä-Corona-Ära bedeutet.

30.000 Personen in einer Woche

Die bis dato letzte große Zählung der Wochenfrequenz fand im September 2019 statt und brachte ein Ergebnis von rund 30.000. Montiert ist das neue Gerät, das in Österreich außer in Krems nur in der Kärntnerstraße und der Mariahilferstaße aktiv ist, in der Oberen Landstraße.

Stärkster Tag in der Innenstadt ist aktuell der Samstag. 12.000 bis 14.000 Besucher finden sich – abhängig von den Witterungsverhältnissen – dann im Herzen von Krems ein. Ein Faktum, das Stadtmarketing-Chef Horst Berger auch auf den Genussmarkt am Pfarrplatz zurückführt, der mittlerweile seit über einem Monat zum Einkaufen und Tratschen einlädt. „Das ist sicher ein Besuchermagnet. Die Treffpunktfunktion ist aus meiner Sicht sehr stark zurückgekommen.“

Neue Markt soll attraktiver werden

In naher Zukunft soll der neue Markt noch attraktiver werden, nämlich dann, wenn ein eigener Genussbereich Besucher verstärkt zum Probieren und Verkosten einlädt. Überraschend ist für Berger, dass sich auch der Freitag zu einem Hochfrequenztag in der Fußgängerzone entwickelt hat.

Die „Erlebniskomponente“ sieht Berger als „das zentrale Thema in den Innenstädten der Zukunft“. Genuss und Gastronomie seien mittlerweile „stärker als das klassische Einkaufen“. Ein weiterer Schwerpunkt liegt für das Stadtmarketing bei den Touristen, die man verstärkt in die Innenstadt bringen wolle. Dafür soll unter anderem der Bummelzug öfter zwischen Stein und der Altstadt pendeln.