Lernen mit Mundschutz . Dass die Pflichtschulen wieder aufsperren, sorgt allseits für Freude – auch wenn sie gar nicht so richtig geschlossen waren. Umstritten ist die Maskenpflicht im Unterricht. Kultur-Teilstart Ausstellungshäuser bieten eine „Alternative zum Shopping als Freizeiterlebnis“. 

Von Petra Vock. Erstellt am 10. Dezember 2020 (03:59)
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Oksana Kuzmina, Shutterstock.com

„Wir hatten in Egelsee teilweise 50 Prozent der Kinder zu betreuen, in Stein 25 Prozent“, zieht Volksschuldirektorin Marianne Stromberger Bilanz. Für die Volksschuldirektoren, die keine Sekretärinnen haben, waren die täglich schwankenden Schülerzahlen eine Herausforderung, vor allem als genau zu Beginn des Lockdowns die Kommunikations-Software SchoolFox völlig überlastet war. „An dem Tag habe ich 60 Telefonate geführt“, so Stromberger. Umso mehr freut sie sich, dass wieder Normalbetrieb herrscht: „Wir sind alle sehr froh, dass es wieder losgeht.“

Erleichtert über die Öffnung ist auch Claudia Vollgruber, Elternvereinsobfrau der Volksschule Rohrendorf: „Ich glaube, dass sich die Kinder schwertun, wenn die Eltern die Lehrer-Funktion übernehmen.“ Froh ist sie auch, dass die Volksschüler im Unterricht keine Maske tragen müssen: „Ich glaube, dass viele ältere Kinder dem mit Unbehagen entgegenblicken.“

Dass die neue Dauer-Maskenpflicht teils sehr kritisch gesehen wird, ist Mario Simlinger, dem Direktor der Mittelschule Gföhl, bewusst: „Wir werden versuchen, im Unterricht die eine oder andere Pause zu machen und kurz rauszugehen an die frische Luft.“

Für die höheren Schüler geht großteils das Distance-Learning weiter, nur die Maturanten durften am Montag zurück in die Schule. Darunter auch HAK-Schulsprecher Emin Saygili (18), der froh ist, in Fächern wie Mathematik wieder direkten Zugang zum Lehrer zu haben. Die Maskenpflicht sieht er als notwendiges Übel: „Natürlich ist es nicht einfach, vor allem bei den Schularbeiten, aber wir müssen da gemeinsam durch, um die Pandemie zu überwinden.“