Paudorf: Straßensperre führte zu Verkehrskollaps. Staus wegen Grabungen im Zuge der L 100 in Hörfarth. 40-Tonner wälzten sich durch Meidling, Höbenbach und Eggendorf.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 18. Juni 2021 (06:33)
Straßensperre
Unangenehme Situationen für Brummi-Piloten und Anrainer ergaben sich durch die Umleitung des Verkehrs durch die schmalen Ortsdurchfahrten von Meidling (im Bild), Höbenbach und Eggendorf. 
Martin Kalchhauser

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass für die Verlegung eines Kabels die gesamte Breite der Landesstraße 100 gesperrt werden muss.“ Anrainer und Lkw-Fahrer waren in den vergangenen Tagen gleichermaßen sauer. Wegen Arbeiten der Firma Swietelsky in Hörfarth war die wichtige Straßenverbindung zwischen Krems und St. Pölten hier gesperrt.

Verkehrsverstopfung war die Folge

Der gesamte Verkehr, darunter viele Lkws und sogar Sattelschlepper, wälzte sich in der Folge durch die Orte Meidling, Höbenbach und Eggendorf. In vielen Fällen kam es zur „Verstopfung“ der engen Gemeindestraßen und in der Folge zu Staus. Zusätzlich quälten sich Lastwagen für die Zufahrt zur Firma Asamer durch die enge Schlossstraße in Meidling.

Ein zusätzliches Ärgernis sind fehlende oder schlecht sichtbare Beschilderungen. So ist eine Hinweistafel auf die Umleitung an einem Gartenzaun (parallel zur Fahrbahn!) angebracht. Von Kleinwien kommend findet sich bei der Einmündung in die L 100 überhaupt kein Hinweis auf die Sperre. Ein Opfer der Umleitung: „Es müsste doch möglich sein, mit einer Ampelregelung zumindest eine Fahrbahn offen zu halten!“

Behördenchefin schritt ein: Lösung gesucht

Die NÖN erkundigte sich zu den „undurchdachten Umleitungsmaßnahmen“, die laut einem Schreiben des Bürgermeisters Martin Rennhofer nach der Totalsperre bis Ende Juli noch bis Ende August dauern werden. „Wir haben uns die Situation noch einmal genau angeschaut“, kennt Bezirkshauptfrau Elfriede Mayrhofer die Beanstandungen.

„Laut Baufirma war wegen der Künettengröße eine Totalsperre notwendig.“ Doch selbst die Behördenchefin findet es „unglücklich, eine so stark frequentierte Straße komplett zu sperren“. Nach ihrer Intervention wurde vorerst verfügt, dass die L100 zumindest einspurig befahrbar gemacht werden muss. „Ein Verkehrstechniker hat sich die Sache nochmals angesehen.“

Umleitung notwendig

Sollte eine zumindest kurzfristige Sperre nicht vermeidbar sein, müsse man sich zumindest für den Schwerverkehr eine großräumige Umleitung überlegen. „Es hat sich herausgestellt, dass die Umleitungsführung nicht so einfach ist wie erhofft.“

Ein zusätzliches Problem ergab sich in der Katastralgemeinde Eggendorf. Dort ist durch den Schwerverkehr eine teils unterhalb der Fahrbahn befindliche Kellerröhre gefährdet. Mayrhofer: „Das wird aber jetzt noch einmal begutachtet.“