120 Millimeter Gewitterregen in Hausleiten . Beim Unwetter vor eineinhalb Wochen liefen Keller voll. Nun sind Versicherungen und Schadenskommission am Wort.

Von Martin Piringer. Erstellt am 29. Juli 2021 (03:24)
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Der Versuch, Schlamm vom Haus fernzuhalten.
FF Hausleiten

„Derartige Überschwemmungen hat es in Hausleiten noch nie gegeben“, erklärt der Kommandant der Feuerwehr in Hausleiten, Herbert Fleischmann. Auch seine Vorgänger konnten sich nicht an Vergleichbares erinnern. Innerhalb von zwei Tagen gingen unglaubliche 120 Millimeter Regenwasser nieder, der Kanal konnte die Wassermassen nicht aufnehmen. „Viele Keller waren überflutet. Es war ein fürchterli- ches Unwetter, das Wasser ist geradezu über den Wagram gespritzt“, zeigt sich auch Bürgermeister Josef Anzböck (ÖVP) schockiert.

Um die Keller auszupumpen, haben sich Nachbarschaftshilfen gebildet, bei einem Weinkeller kamen auch die Florianis zum Einsatz.

Den Betroffenen wird geraten, sich an ihre Versicherungen zu wenden. Falls diese nicht für den ganzen Schaden aufkommen, kann 20 Prozent vom Rest vom Katastrophenfond beantragt werden. Nun wird eine Schadenskommission mit je einem Mitglied aus den zwei stärksten Parteien ÖVP und Bürgerliste gebildet.

Der Bürgermeister verweist außerdem darauf, dass in der Gemeinde bereits viel für den Klimaschutz unternommen wird, da dass Unwetter wahrscheinlich in Zusammenhang mit dem Klimawandel steht. Hausleiten besitzt etliche Photovoltaikanlagen, unter anderem auf der Mittelschule, dem Abfallsammelzentrum, der Kläranlage, dem Kindergarten, dem Gemeindezentrum und neuerdings auch auf der Sportanlage.