Korneuburgs Bezirks-Wehren rückten mehr als 75 Mal aus. Besonders betroffen sind Gerasdorf und Hausleiten. In Korneuburg bereitet der Donaupegel Sorge.

Von Veronika Löwenstein. Update am 19. Juli 2021 (10:19)

Eine Gewitterfront begleitet von heftigen Niederschlägen zog am Sonntagnachmittag über den Bezirk hinweg. Besonders betroffen sind die Stadt Gerasdorf sowie Hausleiten. Feuerwehreinsätze wegen Auspumparbeiten gibt es aber auch in den Gemeinden Großmugl, Sierndorf und Enzersfeld. In Korneuburg beobachtet man derzeit den Donaupegel mit Sorge. Von Sonntagfrüh bis Sonntagnachmittag gab es im Bezirk 75 Ausrückungen. 

Gerasdorf war nach den Überschwemmungen am Samstag auch am Sonntag einer der Hotspots. Wie berichtet, kämpfte die Freiwillige Feuerwehr Gerasdorf mit Unterstützung der Korneuburger und der Harmannsdorfer Florianis am Samstag gegen das Wasser im Keller des Feuerwehrhauses.

Donaupegel steigt schneller als erwartet

Durch die starken Regenfälle war ein in der Nähe des Feuerwehrhauses positioniertes Auffangbecken übergeschwappt und flutete in der Folge das Feuerwehrhaus. Am Sonntag kam eine Hochwasser-Leistungspumpe der Feuerwehr Laa an der Thaya - davon gibt es nur vier in ganz Niederösterreich - zum Einsatz, um eine erneute Flutung zu verhindern. 

Zur Stunde kämpfen die Freiwilligen Feuerwehren auch in Hausleiten, Pettendorf und Gaisruck gegen überschwemmte Straßen und Keller. "Derzeit sind mehr als zehn Feuerwehren im Einsatz. Es werden aber immer welche nachalarmiert", berichtet Harald Edelmann, Sprecher des Korneuburger Bezirksfeuerwehrkommandos der NÖN. 

In Korneuburg hat die Freiwillige Feuerwehr mittlerweile den mobilen Hochwasserschutz aufgebaut. Sonntagnachmittag stand der Donaupegel bei 6,10 Meter. Die Feuerwehr war  damit beschäftigt Radfahrer und Fußgänger mit Booten vom Donauradweg wegzubringen.

Das Werftgelände sollte mit den Hochwasserschutzmaßnahmen, die 2016 finalisiert wurden, bis zu einem Wasserstand von 8,11 Meter geschützt sein.

"Leider dürften die Prognosen nicht halten", erzählt Edelmann, das heißt der Donaupegel steigt schneller als erwartet. Derzeit berät die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg über weitere Maßnahmen.