Wie gut ist Klosterneuburg für Notfall vorbereitet?. Es sind Bilder, die man auch als Unbeteiligter nicht so schnell aus dem Kopf bekommt. Die Bäche, die sich in Teilen Deutschlands, aber auch in Hallein zu reißenden Strömen verwandelt haben. Und das innerhalb von wenigen Stunden. In Deutschland wird nun diskutiert, ob durch ein schnelleres, besseres Vorwarnsystem Menschenleben gerettet hätten werden können. Aber wie sieht es in Klosterneuburg aus? Was wäre, wenn sich – zum Beispiel – der Weidlingbach in einen solchen alles mit sich reißenden Strom verwandeln würde?

Von Victoria Heindl. Erstellt am 28. Juli 2021 (04:12)
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APA_VOGL-PERSPEKTIVE.AT_Mike Vogl, APA_VOGL-PERSPEKTIVE.AT_Mike Vogl

Es ist kaum vorstellbar, wenn man nun entlang des Weidlingbachs geht, dass auch dieser Bach eine solche Katastrophe auslösen könnte, aber das dachten sich die Anwohner in Hallein und den betroffenen Gebieten in Deutschland wahrscheinlich auch. Aber wie würden die zuständigen Behörden und die Hilfsorganistaionen agieren und reagieren, wenn so ein Fall in Klosterneuburg eintreten sollte.

Fixer Krisenstab in Klosterneuburg

Die erste Warnung für die Bevölkerung würde in Österreich über die Sirenen erfolgen (siehe Infobox). Auch über Lautsprecher- durchsagen und digitale Medien würde die Bevölkerung informiert werden. Falls es zu Evakuierungen kommen sollte, würden die einzelnen Feuerwehren die zentrale Rolle übernehmen. Im NÖ Feuerwehrgesetz gibt es hier seit 2015 Möglichkeiten.

„Naturgewalten heißen nicht umsonst so. Die Verluste die die Bevölkerung in Deutschland erlitten sind tragisch. Ob sie hätten vermieden werden können? Ich denke, alle Beteiligten haben alles Menschenmögliche versucht.“ Leonhard Schnuckenschlager, Krisenstab Klosterneuburg

Fest steht, dass in Österreich die Spezialkräfte gut ausgerüstet, ausgestattet und trainiert sind. Die gesamte Stadtgemeinde Klosterneuburg verfolgt das gemeinsame Ziel der Katastrophenvorsorge, und die Bevölkerung ist stets bereit, freiwillig zu helfen und/oder zu spenden. Dazu der Brandschutzbeauftragte der Stadt, Leonhard Schmuckenschlager, der Teil des fix aufgestellten Krisenstab der Stadtgemeinde Klosterneuburg ist: „Naturgewalten heißen nicht umsonst so. Die Verluste die die Bevölkerung in Deutschland erlitten sind tragisch. Ob sie hätten vermieden werden können? Ich denke, alle Beteiligten haben alles Menschenmögliche versucht.“

In Klosterneuburg ist der Krisenstab fix aufgestellt – egal um welche Katastrophe es sich handelt. So war er auch während der Corona-Pandemie eingesetzt.

Neben der Arbeit der Stadtgemeinde und alle Hilfsorganisationen ist in einem solchen Fall aber eines ganz wichtig: Zivilcourage und Eigeninitiative aller Klosterneuburger.