TV-Star „Maxl“ schlug grundlos auf Schüler ein. GERICHT / Kein Pardon für gewaltbereiten „Möchtegernstar“ aus dem Gemeindebau: Richter verhängte über Schläger Arreststrafe!

Erstellt am 07. März 2012 (00:00)
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Ein österreichischer TV-Privatsender beglückte die Seher mit einer Serie, die das Leben im Wiener Gemeindebau zeigt. So flimmerte unter anderem ein derbe Sprüche klopfender Arbeiter über den Bildschirm, der unter dem Alias- Namen „Maxl“ in seinem Grätzel für Furore sorgte.

Für Aufregung sorgte der „Möchtegernstar“ aus Simmering aber auch am 26. Juni vergangenen Jahres in Klosterneuburg nach einem Diskothekenbesuch. Offensichtlich hatte der Wiener eine Rabiat perle erwischt, denn als er auf der Straße auf einen 17-jährigen Klosterneuburger traf, ließ er die Fäuste sprechen. Grundlos schlug „Maxl“ auf den Schüler ein. Zum Glück richteten die Schläge im Gesicht des Opfers keine schweren Verletzungen an.

Vor Gericht gab sich der 27-Jährige ahnungslos. So wie er die Anzahl seiner Vorstrafen (drei) nicht mehr wissen wollte, fehlte ihm auch jegliche Erinnerung an den Vorfall in Klosterneuburg.

Damit kam er bei Richter Helmut Neumar aber nicht durch: „Zum Glück haben wir ja Zeugen, die sich sehr wohl an Ihren nur mittelstarken Alkoholisierungsgrad erinnern. Von voller Berauschung keine Rede.“

Der Wiener wurde wegen Körperverletzung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. „Es bedarf eines Zeichens in Form einer kurzen Haftstrafe. Vor alkoholisierten Gewalttätern wie Ihnen, die in der Nacht grundlos andere verprügeln, haben die Leute Angst“, begründete Richter Neumar das Urteil. Rechtskräftig.

VON JUTTA HAHSLINGER