Stadtmuseum feiert Wiedereröffnung . Wiedereröffnung in Klosterneuburg mit zwei neuen Ausstellungen: „50 Jahre Städtepartnerschaft“ und „Ein Sommer wie anno dazumal“.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Juli 2021 (03:02)
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Sommer anno dazumal in Klosterneuburg: Zu diesem Thema sind im Stadtmuseum sehenswerte Objekte aus dem Depot ausgestellt.
Stadtmuseum Klbg., Stadtmuseum Klbg.

Mit zwei neuen Sonderausstellungen macht das Stadtmuseum am Kardinal-Piffl-Platz 8 nach der Wiedereröffnung am vergangenen Samstag auf sich aufmerksam.

Die Sperre des Museums war durch einen Fenstertausch erforderlich gewesen. Nun wird wieder volles Programm geboten. Außerdem kehrt das Stadtmuseum zu seinen regulären Öffnungszeiten zurück. Die Ausstellungen können daher wieder jeweils am Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Ein besonderes Anliegen ist dem Museum dieses Jahr natürlich die Jubiläumsausstellung „50 Jahre Städtepartnerschaft Göppingen & Klosterneuburg“, die bis Sonntag, den 21. November 2021 laufen wird.

Halbes Jahrhundert Städtepartnerschaft

Am 16. November 1971 besiegelten Dr. Herbert König, Oberbürgermeister von Göppingen, und Karl Resperger, Bürgermeister von Klosterneuburg, mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde hochoffiziell die Schwesternschaft der beiden Städte. Jahre der Freundschaft waren dem Festakt vorangegangen. Die gegenseitige Sympathie hatte ihren Ursprung nicht nur in der „gemeinsamen“ Patenschaft für die Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland, sondern auch in Agnes von Waiblingen. Die Gattin des „Heiligen Leopold“, die in Klosterneuburg selber schon fast wie eine Heilige verehrt wird, ist ja nicht nur die Stammmutter der Babenberger, sondern auch die der Staufer.

Diese historischen Wurzeln werden in der in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv entstandenen Jubiläumsausstellung ebenso beleuchtet wie die Unterzeichnung der Urkunde und die nachfolgenden Jahre der Partnerschaft – vor allem die Jubiläen. Porträts der beiden Städte runden die Präsentation ab, die auch von einer Reihe an Ausstellungsstücken wie Flaggen, Gastgeschenken, Bildern etc. lebt.

Depotstücke zur warmen Jahreszeit

Bis Sonntag, den 3. Oktober 2021, kann die Präsentation „Ein Sommer wie ,anno dazumal‘ – Depotstücke zur warmen Jahreszeit“ besucht werden.

Mit der Ausstellung „Winterimpressionen aus Klosterneuburg – Von Adamus bis Wilfing“ lud das Stadtmuseum von Oktober bis Dezember 2006 erstmals zu einer Präsentation „aus dem Depot“. Intention war es, neben immer wieder gezeigten Bildern bzw. Objekten des Museums auch wenig bis gar nicht bekannte Dinge aus den unterschiedlichen Sammlungen „vor den Vorhang“ zu bitten. Mit Schwerpunkt „Katastralgemeinden“ folgte bereits 2007 eine weitere Depotausstellung.

Seither konnten in mehreren größeren und kleineren Sonderschauen schon viele „Depotstücke“ präsentiert werden. Nun ist es unter dem Motto „Ein Sommer wie anno dazumal“ wieder soweit: Gemälde, Grafiken und altes Inventar aus dem Klosterneuburger Strandbad laden – ebenso wie Kritzendorfer Ansichten – zur berühmten Sommerfrische am Donaustrom ein. Andere Objekte verlocken vielleicht etwas mehr zu einer Wanderung oder einem Heurigenbesuch. Wieder andere beweisen, dass selbst genähte Trachten – kombiniert mit hübschen Fächern oder einem kecken Schirm – die Damen einst mindestens ebenso schick kleideten wie heute das „Klosterneuburger Dirndl“.

Neben den beiden Sonderausstellungen hat auch die Dauerausstellung „Es war einmal …– Das Werden der Stadt Klosterneuburg“ wieder geöffnet. Im Herbst 2021 soll dann auch die Schau „Der Rathausplatz Klosterneuburg. Geschichte, Gebäude und Kulisse“ zu sehen sein. Rudolf Maier, Schöpfer der Modelle von St. Martin und der Kinderstation „Bahnhöfe“ in der Stadtgeschichte-Ausstellung, hat sich einem neuen Projekt verschrieben: dem Rathausplatz Klosterneuburg. Bis Herbst soll das neue Modell, das langfristig ebenfalls einen Platz in der Dauerausstellung finden wird, fertig sein.