1.600 Feuerwehrleute im Unwettereinsatz. Ein kurzes, aber äußerst heftiges Unwetter ist am Montagabend über Oberösterreich gezogen und hat etliche Schäden verursacht.

Von APA / NÖN.at. Update am 27. Juli 2021 (13:58)
Eine überschwemmte Garage in Pischelsdorf (OÖ)
Eine überschwemmte Garage in Pischelsdorf (OÖ)
APA

Die Feuerwehren rückten zu 560 Einätzen aus, 1.600 Helfer waren damit beschäftigt, Straßen von umgestürzten Bäumen zu räumen oder Keller auszupumpen. Einige Leute mussten auch aus ihren Fahrzeugen befreit werden. In Niederösterreich wiederum wurde besonders die Wachauer Gemeinde Rossatz von einem schweren Unwetter getroffen.

Die erste Gewitterzelle traf ab etwa 20.30 Uhr das östliche Mühlviertel, die zweite eine knappe Stunde später das gesamte Bundesland, besonders stark betroffen war der Bezirk Braunau, wo Feuerwehrkräfte aus anderen Bezirken aushelfen mussten, berichtete das Landesfeuerwehrkommando. Zahlreiche Bäume blockierten Straßen, teils auch höherrangige Verkehrswege, Keller und Garagen wurden überflutet.

In St. Georgen am Fillmannsbach (Bezirk Braunau), Ried im Innkreis und Andorf (Bezirk Schärding) waren mehrere Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen, sie wurden von der Feuerwehr gerettet.

Auch im NÖ-Bezirk Krems ging am Montagabend neuerlich ein schweres Gewitter nieder. Besonders betroffen war nach Feuerwehrangaben der historische Ortskern der Wachauer Gemeinde Rossatz am rechten Ufer der Donau. Fünf bis sechs Zentimeter große Hagelkörner haben den Einsatzkräften zufolge an die 120 Dächer durchschlagen. Ein Großeinsatz der Helfer dauerte bis in die Nachtstunden. Bewohner berichteten von tennisball- bis faustgroßen Hagelkörnern, die minutenlang einschlugen.

Wohnräume unter zerstörten Dächern standen mehrere Zentimeter hoch unter Wasser. Neben den örtlichen Feuerwehren aus Rossatz, Mitterarnsdorf, Oberarnsdorf und Rührsdorf waren 120 Helfer aus den Abschnitten Gföhl, Krems-Land und Langenlois sowie seitens der FF Krems, FF St. Pölten und des Landesfeuerwehrkommandos im Einsatz.