LASK will Bilanz gegen Rapid aufpolieren. Drei Siege, ein Remis und zehn Niederlagen: Die Bundesliga-Bilanz des LASK gegen Rapid seit dem Wiederaufstieg 2017 ist ausbaufähig. Im Heim-Duell der 2. Runde am Samstag soll sich das ändern. "Die Zeit ist reif, das Blatt zu wenden", findet LASK-Coach Dominik Thalhammer. Rapid muss einen völligen Fehlstart nach Pleiten gegen Hartberg und Sparta Prag verhindern. Weiters tritt am Samstag Klagenfurt bei der Admira an, Hartberg empfängt Altach. Ankick ist jeweils um 17.00 Uhr.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 30. Juli 2021 (18:00)
LASK-Coach Dominik Thalhammer vor Duell mit Rapid angriffslustig
LASK-Coach Dominik Thalhammer vor Duell mit Rapid angriffslustig
APA (Archiv)

Dass "sehr viel Energie da ist und Wille", gegen Rapid zu bestehen, habe er schon direkt nach dem 1:0-Auftaktsieg in der Vorwoche in Altach gespürt, sagte LASK-Trainer Thalhammer am Freitag. "Wir wollen den Fans und natürlich auch dem Verein einen Sieg gegen Rapid schenken. Wir werden alles dafür unternehmen", so der Ex-Teamchef der ÖFB-Frauen, der beim Aufeinandertreffen in Pasching auf den angeschlagenen Marko Raguz verzichten muss.

Rapid kehrte in der Nacht auf Donnerstag mit einem Negativerlebnis aus Tschechien zurück. Das 0:2 in der CL-Qualifikation bei Sparta Prag war die zweite Niederlage nach dem Auftakt-0:2 zu Hause gegen Hartberg. Trainer Dietmar Kühbauer sieht aber noch keinen Grund zur Panik. "Ich glaube trotzdem an die Mannschaft, aber alle müssen gemeinsam bei derselben Sache dabei sein", erklärte der Burgenländer. Gegen den LASK erwarte er wieder ein intensives, kampfbetontes Match.

Der Abgang von Kapitän und Abwehrchef Gernot Trauner zu Feyenoord wird den LASK zwar treffen, findet Kühbauer. "Aber sie haben einen riesigen Kader und gute Spieler. Es wird wieder so ein Spiel werden wie die letzten Male." Im eigenen Team sieht Kühbauer dagegen fehlende Breite. Das habe der Europacup wieder gezeigt, als Maximilian Hofmann, Robert Ljubicic und Christoph Knasmüllner kurzfristig aus der Startformationen fielen.

Das Duell zwischen der Admira und Aufsteiger Klagenfurt bringt auch an der Seitenlinie eine interessante Konstellation. Andreas Herzog trifft auf seinen ehemaligen Kollegen bei Rapid und im ÖFB-Team, Peter Pacult. "Wir haben ein gutes Verhältnis", berichtete Pacult im Vorfeld des Matches. In der linken Außenverteidigung muss er den rotgesperrten Maximiliano Moreira vorgeben, andererseits rückt Sommer-Zugang Gloire Amanda in den Kader, der nun auch die Spielberechtigung hat.

Beide Teams starteten in der Vorwoche mit einem 1:1 in die Saison, beide durften danach durchaus zufrieden bilanzieren. Die Austria trotzte dem WAC einen Zähler ab, die Admira entführte in der Außenseiterrolle einen Punkt bei der WSG. Diesmal sind die Niederösterreicher aber leicht zu favorisieren. "Wir wollen im ersten Heimspiel gleich eine Mentalität entwickeln, mutig nach vorne spielen und unseren Fans von der ersten Minute an zeigen, dass die drei Punkte in der Südstadt bleiben", bekräftigte Herzog.

Hartberg hat will nach dem Überraschungssieg bei Rapid nachlegen. Das Heimspiel gegen Altach muss aber nicht unbedingt die leichtere Aufgabe sein. "Auf uns wartet ein komplett anderes Spiel. Rapid hat uns sicher unterschätzt. Jetzt erwartet jeder, dass wir nun gegen Altach gewinnen. Aber sie spielen viel defensiver, setzen mehr auf Umschaltmomente", urteilte TSV-Trainer Kurt Russ im Vorfeld. Altach Trainer Damir Canadi kündigte zudem taktische Adaptierungen nach dem 0:1 gegen den LASK am vergangenen Wochenende an.