"Gar nicht spielen kam für uns nicht infrage“. Das „Ensemble Continuum Wien“ ist üblicherweise beim Festival Retz zu hören, das heuer aber abgesagt wurde. Dafür traten die Musiker mit ihren historischen Instrumenten gestern Sonntag (1. August) in der Stiftskirche auf.

Von Georgia Kazantzidu. Erstellt am 02. August 2021 (16:19)

Die Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach „Was frag’ ich nach der Welt“, geschrieben für den neunten Sonntag nach Trinitatis, wurde gerade passend am 1. August in der Stiftskirche Geras vom „Ensemble Continuum Wien“ (ECW) aufgeführt.

Das ECW musiziert auf historischen Instrumenten und tritt mit Vorliebe an authentischen Orten auf, für die die Musik ursprünglich konzipiert war – wie Klöster, Kirchen und Schlösser. Darüber hinaus ist das Ensemble auch auf Festivals zu hören. Seit 2012 hat es am Festival Retz mitgewirkt.

„Da das Festival Retz heuer abgesagt wurde, haben wir uns für diese Konzertreihe entschlossen. Gar nicht spielen kam für uns nicht infrage“, erzählt Andreas Schüller, Leiter und Orgelspieler des Ensembles. Der Prior von Stift Geras, Dominicus Franz Hofer, hat in seiner Begrüßungsrede die passende Botschaft der katholischen Kirche über den Gegensatz zwischen der vergänglichen Welt und Jesus Christus hervorgehoben, der das Thema der Kantate ist. „Alles ist flüchtig und vergänglich. Alles kommt früher oder später an seine unüberwindliche Grenze“, sagte Hofer.

Schüller bedankte sich beim Stift Geras für die Unterstützung und die Möglichkeit, dieses Konzert zu verwirklichen, bei der Kulturabteilung vom Land NÖ und nicht zuletzt bei Gerlinde Hofbauer, Obfrau von „Geras klingt“, für ihren unermüdlichen Einsatz. Hofbauer erklärte: „Das ist ein herrliches Ensemble und es ist mir persönlich wichtig, dass es in Geras schöne Veranstaltungen gibt, die den Ort beleben. Am 14. August haben wir wieder ein Konzert!“. Mit circa 50 Gästen war das Konzert gut besucht.