Gefühlsintensiv: Kammermusik im Mikrokosmos. Junge Musikkünstler ließen bei einem Konzert der "Altenburger Musik Akademie" erlesene Kammermusik hören - und deren Interaktion im kleinsten Kreis hinterließ Eindruck.

Von Eduard Reininger. Erstellt am 24. Juli 2021 (15:57)

Die Gefühlsintensität, die man bei der Kammermusik erfährt, ist unersetzbar: Im Vergleich zum Musizieren in großen Orchesterbesetzungen bietet die Kammermusik auf Originalinstrumenten eine andere Form von Interaktion im Mikrokosmos. „Das gemeinsame Agieren und Reagieren entsteht im kleinsten Kreis und wird bei der Probenarbeit immer neu entwickelt“, betonte Min Kwon beim Donnerstag-Konzert (22. Juli) der „Altenburger Musik Akademie“, wo die „CME Young Artists“ erlesene Kammermusik hören ließen.

Zum Konzertbeginn erklang Wolfgang Amadeus Mozarts Trio „Kegelstatt“ virtuos interpretiert von Graeme Steele Johnson (Klarinette) Sara Rossi, (Bratsche) und Euntaek Kim (Klavier). Pei-Wen Liao und Gabrielle Chou faszinierten im Anschluss mit der Sonate für zwei Violinen von Jean-Marie Leclair. Unter der fast mystisch anmutenden Kulisse der Stiftsbibliothek entführten Nan-Chang Chen (Violoncello), Euntaek Kim (Klavier) und Graeme Steele Johnson (Klarinette) zu Ludwig van Beethovens Trio „Gassenhauer“ – mit einer eindrucksvollen mitreißenden Interpretation des Werkes.

Mit Werken von Robert Schumann zeichneten die Künstler ein musikalisches Klanggemälde und nahmen die Gäste mit auf einen Spaziergang durch die stimmungsvolle Welt der Kammermusik. Durch die eindrucksvollen mitreißenden Interpretationen der Werke von Béla Bartok und Astor Piazzolla begeisterten Pei-Wen Liao, Gabrielle Chou, Nan Cheng Chen (Cello), Allen Chang Klavier, Graeme Steele Johnson (Klarinette) und Jacob Sweet (Klarinette) unter der Leitung von Min Kwon die Konzertbesucher. Ein gelungener Konzertabend, der Lust auf noch mehr Kammermusik machte.