Lunz am See: Das Haus der Wildnis ist eröffnet. Seit dem Wochenende ist das Haus der Wildnis für Gäste geöffnet. Zuvor gaben sich Politik und Wirtschaft ein Stelldichein.

Von Claudia Christ. Erstellt am 26. Mai 2021 (10:32)

Feierstimmung war am Samstag im Lunz deutlich spürbar. Grund war die Eröffnung vom Haus der Wildnis, das nach fast dreijähriger Bauzeit feierlich seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ließ es sich nicht nehmen, ebenso wie ihr Stellvertreter Stephan Pernkopf, persönlich an der Eröffnung teilzunehmen. Im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz wurde die Bedeutung des Wildnisgebietes betont: „Es ist auf der Hand gelegen, mit dem Haus der Wildnis den nächsten Schritt zu setzen. Die Region hat viel zu bieten und ist eine gute Basis, die wir verstanden haben zu nutzen. Heute kann ich sagen, das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt“, sagt die Landeshauptfrau.

„Es ist auf der Hand gelegen, mit dem Haus der Wildnis den nächsten Schritt zu setzen.“ Johanna Mikl-Leitner

Erleichtert zeigte sich an diesem Tag auch Wildnisgebiet-Geschäftsführer Christoph Leditznig, der in seiner Rede Worte an seinen Mitstreiter, Altbürgermeister Martin Ploderer, richtete. „Hier wurde etwas für die Natur geschaffen. Ich hoffe, dass die Lunzer und die Wildnis davon profitieren“, sagte Leditznig. Und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betonte: „Die Sehnsucht für die Ursprünglichkeit der Natur ist durch die Pandemie noch gestiegen. Mit dem Wildnisgebiet bieten wir dafür ein absolutes Juwel von internationalem Rang.“

Das Haus mitten im Ortszentrum von Lunz am See soll dafür ein Türöffner sein. Auf 700 m 2 bietet es einen Einblick in das 7.000 Hektar große Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal, das 2017 von der UNESCO zum ersten Weltnaturerbe Österreichs erklärt wurde. Mehr als fünf Millionen Euro wurden für den Bau aufgewendet. Mithilfe des Landes NÖ und privaten Unterstützern konnte das Projekt verwirklicht werden.

Nach dem offiziellen Teil und der Segnung des Hauses durch Bischof Alois Schwarz, der das neue Gebäude als Kathedrale bezeichnete, besuchten die Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft die interaktive Ausstellung. Die Schau soll den Besuchern das Bewusstsein für die Natur lehren und die Wildnis als Lebensraum spürbar machen.