Haidershofen: Endlich Ärztin ist gefunden. Ab 1. Oktober ordiniert Simone Bis im Gesundheitszentrum. Seit Anfang 2020 war die Haidershofner Kassenstelle unbesetzt.

Von Peter Führer. Erstellt am 16. Juni 2021 (05:21)
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Noch ist der Empfangsbereich der neuen Praxis nicht fertig, doch ab 1. Oktober können hier wieder Patienten empfangen werden. Von links: Bürgermeister Manfred Schimpl, Vizebürgermeisterin Monika Fürst, Direktor Ernst Mayer (Geschäftsleiter der Raiffeisenkasse Haidershofen) Allgemeinmedizinerin Simone Bis und Raphael Bis, der künftig im Mehrzweckhaus als Heilmasseur tätig sein wird.
Führer, Führer

„Es ist eine große Erleichterung. Gerade Corona hat gezeigt, wie wichtig eine gute ärztliche Versorgung ist. Ich bin sehr froh, dass wir eine Allgemeinmedizinerin gefunden haben“, betont Haidershofens Bürgermeister Manfred Schimpl.

Seit der Pensionierung von Walter Irauschek Ende 2019 war die Hausarzt-Kassenstelle unbesetzt. Ab 1. Oktober wird Susanne Bis im Erdgeschoß des von der Raiffeisenbank Haidershofen errichteten Gesundheitszentrums ordinieren. In jenem Gebäude, in dem sich bereits eine Apotheke befindet. „Wir haben uns die Liste an offenen Kassenstellen angesehen und ein Foto des Bürgermeisters. Da haben wir gemeint, er sieht sehr sympathisch aus, den rufen wir gleich als erstes an. Der erste Eindruck war super“, erklären Simone und Ehemann Raphael Bis.

Chemie stimmte bei erstem Kennenlernen

Das erste Treffen gab es vor einigen Wochen. Auch dort habe die Chemie sofort gepasst. Nachdem die Ärztekammer in der Vorwoche ihre Zustimmung erteilte, steht nun einer Praxis-Eröffnung nichts mehr im Wege. Nicht nur eine Allgemeinmedizinerin, sondern mit Raphael Bis wird auch ein Heilmasseur seine beruflichen Zelte im Mehrzweckhaus aufschlagen. Natürlich werden die beiden auch ihren Wohnsitz, der sich derzeit im östlichen Niederösterreich befindet, in die Region verlegen.

Insgesamt werden die Räumlichkeiten 145 Quadratmeter groß sein. Die Gemeinde mietete diese von der Raiffeisenbank Haidershofen, die das Gebäude errichtete. Zudem nimmt die Gemeinde 100.000 Euro für die Einrichtung und Ausstattung in die Hand. „Da waren wir uns politisch einig, weil alle froh sind, dass wir eine Ärztin bekommen“, sagt Schimpl.

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