Weitraer Oberst Gaugusch ist jetzt Master. Der Leiter des Tüpl Allentsteig absolvierte höchste Ausbildung beim Bundesheer.

Von Karin Pollak. Erstellt am 14. Juni 2021 (04:38)
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In der Sala Terrena der Landesverteidigungsakademie Wien verlieh Bundesministerin Klaudia Tanner an Oberst Herbert Gaugusch den akademischen Grad „Master of Arts in Military Leadership“.
Bundesheer, Bundesheer

Die höchste Ausbildung beim Bundesheer hat der Weitraer Herbert Gaugusch, der seit September 2019 mit der Führung des Truppenübungsplatzes Allentsteig betraut ist, abgeschlossen. Ihm wurde in der Vorwoche der akademische Grad „Master of Arts in Military Leadership“ von Ministerin Klaudia Tanner verliehen.

„Logischer Schritt.“ „Das Studium war ein logischer Schritt“, erklärt der frischgebackene Master. Es sei angesichts von Umstrukturierungen der Ausbildung im Heer zur Anerkennung seiner bisherigen Ausbildungen erforderlich gewesen. Der FH-Masterstudienlehrgang „Militärische Führung“ an der Landesverteidigungsakademie Wien vermittelte in vier Semestern neben der beruflichen Tätigkeit am Tüpl jene Qualifikationen und Kompetenzen, die eine Führungskraft des Bundesheeres oder einer vergleichbaren Organisation im zivilen Bereich benötigt, um Führungsaufgaben an höchster Stelle wahrnehmen zu können. Die universitäre Ausbildung habe wegen der Komplexität der Ausbildungsinhalte ein hohes Maß an persönlichem und zeitlichem Engagement gefordert, sagt Oberst Gaugusch.

1989 wurde er nach seiner Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie zum Panzergrenadierbataillon 9 als Leutnant ausgemustert, war unter anderem Garnisonskommandant in Weitra oder Bataillonskommandant in der Liechtensteinkaserne. 2011 wurde er stellvertretender Tüpl-Kommandant, 2019 Kommandant. 2010 erhielt er den akademischen Grad „Master of Security and Defense Management“.

Vor Millionenprojekt. Der bald 55-Jährige will die Bedeutung des Tüpl ausbauen, verfasste dazu auch die Masterarbeit „Eignung der Ressourcen des Tüpl Allentsteig für aktuelle und künftige Aufgaben des Bundesheeres“. Schwerpunkte sind die Verbesserung der Ausbildungsinfrastruktur, Anpassungen im Bereich der Simulationsmöglichkeiten und Nutzung der Ressourcen für die Selbstversorgung und Resilienz. Dazu gehören Um- und Zubauten. „Im Herbst startet die Generalsanierung der Kaserne mit dem Umbau zweier Mannschaftsunterkünfte im Lager Kaufholz. Dafür werden rund vier fünf Millionen Euro investiert“, sagt er. In den geplanten Projekten für heuer findet sich unter anderem auch der Kompetenzaufbau in der Waldbrandbekämpfung und -prävention.