Böses Erwachen nach Übersiedlung. Unebene Landesstraße lässt bei Unwetter Wassermassen auf Grundstück eines Wiener Paares in Kottinghörmanns strömen.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 18. Juli 2021 (03:27)
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Mit einem Asphaltwall vor seiner Garageneinfahrt lassen sich zwar kleine Wassermengen aufhalten, bei Unwetter und Starkregen hat Werner Guth aber keine Chance. Er hofft nun auf rasches Handeln der Gemeinde.
Tröstl, Tröstl

Vor rund einem Jahr stand der Keller von Ingrid und Werner Guth nach einem Unwetter unter Wasser. Die Zusicherung der Stadtgemeinde nach rascher Lösungsfindung kam zwar umgehend, aber bis heute wartet das Paar, das von Wien in den Bezirk Gmünd übersiedelte, vergebens.

Inzwischen zog in der Nacht von 24. auf 25. Juni das nächste Unwetter ins Land, das Schlamm und Wasser aus den höher liegenden Wiesen mit sich brachte und erneut das Kanalgitter verstopfte. Die Folge: wieder Wassermassen im Guth’schen Keller. „Und das, obwohl wir einen Asphaltwall bei der Einfahrt errichtet und nochmals erhöht haben“, erklärt Werner Guth, der sich mit seinem Anliegen an die NÖN wandte. „Wir hoffen nun, dass man seitens der zuständigen Stellen endlich etwas unternimmt.“

Das Grundstück der Familie grenzt an die Landesstraße 8208, die in diesem Bereich eine nicht unerhebliche Neigung von bis zu 15 Zentimetern aufweist. Vor einem Jahr habe ein sachkundiger Straßenbau-Experte erklärt, ein Auffangbecken im oberen Bereich könne bereits weitere Verschlammungen verhindern, erinnern sich Ingrid und Werner Guth. Die wesentlich tiefer liegende Wiese vis-à-vis ihres Grundstücks sei zudem eine Entwässerungsfläche, wohin bei entsprechender Straßenneigung Starkregen zum Teil abgeleitet werden könne.

Abermals wurden die Guths bei der Stadtgemeinde vorstellig. Auf NÖN-Anfrage bekräftigten Bürgermeister Karl Harrer (SPÖ) ebenso wie Ronald Schneider seitens der Straßenbauabteilung, dass man um eine rasche Lösung bemüht sei.