Quallen im Breitenseer Badesee. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Süßwasserqualle, auch Süßwassermeduse genannt, in unseren Breiten nachgewiesen. Der zu beinahe aus 99,5 % aus Wasser bestehende Polyp kann von wenigen Millimetern bis zu der Größe einer 2-Euro-Münze heranwachsen. Seit gut 15 Jahren treten die kleinen Nesseltierchen auch im 1er-See des Feriendorfs in Breitensee auf.

Von Ernst Spet. Update am 30. Juli 2021 (08:56)

Experten sind sich aber einig: Die Süßwasserqualle ist für den Menschen völlig ungefährlich und zeugt von einer hervorragenden Wasserqualität. Eingeschleppt wurde diese Quallen-Art aus Brasilien und Ostasien. Hauptsächlich treten sie nach Hitzeperioden auf.

Man findet sie in ruhigen Bereichen des Gewässers. Quallen zählen zu den ältesten Tieren der Weltgeschichte, sie besitzen ein Nervensystem und Sinnesorgane, jedoch kein Gehirn. Durch ihre sogenannten ,,Superzellen'' sind sie in der Lage, verlorengegangene Teile ihres Körpers oder Fangarme nachzubilden. Der Lebenszyklus der Qualle ist, nachdem sie für Nachwuchs gesorgt hat, beendet. Tentakeln und Sinnesorgane bilden sich zurück,  was übrig bleibt ist eine ungiftige Gallertmasse, die zu einem Leckerbissen für Fische wird.