Alter Kindergarten ist nun Amtshaus. Das Gebäude des ehemaligen Kindergartens in Groß-Schweinbarth wurde umgestaltet und wartet nun mit einem modernen Sitzungssaal auf.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 23. Juli 2021 (04:09)
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Die Gemeindemitarbeiter Elfriede Leber, Wilma Walzl und Stefan Cerwinka freuen sich mit ÖVP-Bürgermeisterin Marianne Rickl (3.v.l.) über die neuen Räumlichkeiten des Gemeindeamtes.
Mauritsch, Mauritsch

Endlich ist es so weit: Vor etwas mehr als einer Woche konnten die neuen Räumlichkeiten des Gemeindeamtes bezogen werden. Der alte Kindergarten am Hauptplatz wurde als Amtsgebäude adaptiert. Der Umzug wurde von den Gemeindemitarbeitern in zwei Tagen erledigt.

Lange genug hat es gedauert. Schon mit der Übergabe des neuen Kindergartens neben dem Meierhof gab es Intentionen, das alte Gebäude am Hauptplatz künftig als Gemeindeamt zu nutzen. Der Vorteil: Es liegt zentral und bot die Voraussetzungen für einen barrierefreien Zugang.

Außerdem ist das Haus ausreichend groß, um Büros und Sitzungssaal samt zugehöriger Technik unterzubringen. Nichtsdestotrotz waren Umbauarbeiten notwendig. Es wurde eine neue Heizungsanlage eingebaut, die gleichzeitig das Arzthaus mit Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt. Die Sanitäranlagen mussten dem neuen Verwendungszweck angepasst werden. Straßenseitig ermöglicht die erweiterte Auffahrtsrampe nun barrierefrei in das Haus.

Herzstück des neuen Gemeindeamtes ist ein heller und moderner Sitzungssaal mit ausreichend Platz für alle Mandatare. Für eine zeitgemäße Präsentation sorgt ein Bildschirm. Unterlagen können so während der Sitzung präsentiert werden, ohne das Zettel reihum gereicht werden müssen. Im Kundenbereich ist das Bürgerservice Anlaufstelle für die Bürger und alle, die es noch werden. Die Küche konnte belassen werden und dient gleichzeitig als Pausen- und Besprechungsraum. Der ehemalige zweite Gruppenraum bekam einen eigenen Eingang und steht für Vereine oder für Turngruppen zur Verfügung.

Fassade wird noch renoviert

Nur mehr der Schriftzug über dem Eingang erinnert noch an die frühere Verwendung des Hauses als Kindergarten. Das soll sich bald ändern. Die Vergabe der Fassadenarbeiten wurde bereits bei der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen. Insgesamt schlug der Umbau mit rund 300.000 Euro zu Buche, davon erhält die Gemeinde 95.000 Euro an Förderungen.

Das alte Haus – übrigens nur unweit entfernt – beherbergt in zwei Räumen die Topothek und das Archiv. Bis aus Weiteres kein Abriss geplant. Das Haus wurde von der Kulturvernetzung und der Leader Region als Projekt für das Viertelfestival 2022 aufgenommen. Ziel ist die künstlerische Zwischennutzung von temporären Leerstandsobjekten.