Tiefgarage soll Marktplatz autofrei machen. 2024 soll die Tiefgarage in Gänserndorf fertig sein – mit dem Ziel, den neuen Platz von parkenden Autos zu befreien.

Von Sandra Frank. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:50)
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Der Regenbogen-Kindergarten wird von drei auf fünf Gruppen ausgebaut, damit die Kinder aus dem Sonnenblumen-Kindergarten hierhin übersiedeln können. Stadtchef René Lobner besichtigte mit der NÖN die Baustelle.
Sandra Frank

„Unser Ziel ist es, den neuen Marktplatz autofrei zu bekommen“, sagt Bürgermeister René Lobner (ÖVP) im NÖN-Gespräch. Damit sind aber nur die Parkmöglichkeiten gemeint, die Bahnstraße bleibt natürlich weiterhin für den Verkehr erhalten.

Bürgermeister will kostenpflichtige Lösung

Um dieses Ziel zu erreichen, wird, wie berichtet, eine Tiefgarage gebaut. Dazu äußerten die Grünen in der jüngsten Gemeinderatssitzung ihre Bedenken. Sie sind verärgert, weil die Tiefgarage kostenpflichtig werden soll. Sie fürchten, dass dann erst recht alle draußen parken werden und niemand die Tiefgarage nutzen wird.

„Es ist noch gar nicht fix“, berichtet der Stadtchef. Man werde sich die Parkraumbewirtschaftung zwischen Kulturhaus und Marktplatz genau ansehen und ein entsprechendes Konzept erstellen – auch für die Tiefgarage.

Lobner macht kein Geheimnis daraus, dass er die Garage bewirtschaften will, dennoch hält er es für falsch, „jetzt schon Panik zu streuen“. Mit dem Bau der Tiefgarage, die vis-à-vis vom Libro errichtet wird, werde 2022 gestartet, die Bauzeit werde sich über zwei Jahre erstrecken, verrät der Bürgermeister.

Ebendort sollen auch Wohnungen für Junges und Betreubares Wohnen entstehen. Die Bewohner sollen ebenso in der Tiefgarage parken wie die umliegenden Wirtschaftstreibenden, Mitarbeiter der Bank und auch die Ärzte. Die Musikschule ist ebenfalls in diesem Areal angesiedelt. „Es wird 40 bis 50 Parkplätze für die Allgemeinheit geben“, plant der Bürgermeister und versichert: „Wir werden alle Institutionen einbeziehen.“

Marktplatz: ruhig, viel Grün und Wasser

Dass gerade die Grünen sich darüber mokieren, dass parkende Autos aus dem Zentrum verbannt werden sollen, bezeichnet der Stadtchef als „unlogisch“. Der neue Marktplatz werde jedenfalls eine verkehrsberuhigte Zone in attraktivem Ambiente „mit viel Grün und Wasserelementen“.

Eine Institution, die dem Umbau des Marktplatzes Platz machen muss, ist der Sonnenblumen-Kindergarten in der Schubertstraße. „Dieser übersiedelt und wird Mitte des Jahres geschleift“, berichtet Lobner. Deswegen wird der Regenbogen-Kindergarten gerade ausgebaut. Bis Ende des Jahres soll der Zubau fertig werden, dann ist der Kindergarten von drei auf fünf Gruppen angewachsen.

Der Spielplatz des Regenbogen-Kindergartens wird durch den hellen Holzzubau zwar kleiner, doch rund um das Areal des Kindergartens soll ein neuer Spielplatz und Park entstehen, der bis Ende April 2022 fertig sein soll. „Wir tun wirklich alles, um den Baumbestand zu erhalten“, meint Lobner bei der Baustellenbesichtigung und zeigt auf die Holzriesen.

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