Zwist bei den Grünen. Bezirkssprecherin Beate Kainz verärgerte jüngst ihre Parteifreunde.

Von Robert Knotz. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:29)
Heinz Bogner und Beate Kainz
Grünen-Stadtrat Heinz Bogner (links im Bild) distanziert sich von Kainz‘ Aussage. Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz (rechts im Bilb) fühlt sich falsch interpretiert.
Gemeinde/NÖN

Zwischen den Deutsch-Wagramer Grünen und Bezirkssprecherin Beate Kainz scheint es handfeste Differenzen zu geben. Der Grund: In der Vorwoche besuchte Kainz mit Landessprecherin Helga Krismer die Stadtgemeinde. Beide kritisierten in einer Presseaussendung eine geplante Schottergrube im Hagerfeld.

Kainz zweifelte am Widerstand von Bürgermeister

Obwohl sich fast alle – die regierende ÖVP und einige der Oppositionsparteien – einig sind, dass die Grube nicht kommen soll, zweifelte Kainz am Widerstand von ÖVP-Bürgermeister Friedrich Quirgst. „Die Bezirks-Grünen gehen davon aus, dass er die Grube verhindern könnte, wenn er wollte“, hieß es in der Aussendung.

Der Stadtchef erklärte in der Vorwoche in einer mehr als ausführlichen Stellungnahme, dass er alle derzeit verfügbaren Rechtsmittel ausgeschöpft und einen Anwalt sowie einen Gutachter beauftragt habe. „Die Grünen Deutsch-Wagram distanzieren sich von der Aussage, dass der Deutsch-Wagramer Bürgermeister Friedrich Quirgst den Abbau des Schotters verhindern könnte“, heißt es jetzt von Grünen-Stadtrat Heinz Bogner.

„Ich war völlig verwundert, als ich diese Aussendung gelesen hatte. Dabei haben wir schon bei dem Termin vor Ort darüber gesprochen und festgestellt, dass seitens der Stadtregierung alles Mögliche unternommen wurde“, betont Bogner im Telefonat mit der NÖN. Bezirkssprecherin Kainz wiederum sah sich hingegen in der Presseaussendung völlig falsch interpretiert.

„Ich meinte eigentlich Folgendes: Wenn der Bürgermeister die Schottergrube verhindern will, kann er das sicher, weil er bei der richtigen Partei ist. Und wenn er beim Land von Tür zu Tür geht und gegen die Grube argumentiert, so wird sie sicher nicht gebaut“, stellt die Bezirkssprecherin klar.