Darmkrebs-Vorsorge: Test statt Darmspiegelung. Stuhltest schließt Krebsverdachtsfälle aus – jetzt auch in NÖ.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:18)
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Werten im Labor in St. Pölten einen FIT-Stuhltest aus (von rechts): Labor-Leiterin Renée Haunold, Alexandra Kohmaier, Theresa Süss und Karin Pokorny.
Ärzte im Zentrum, Ärzte im Zentrum

Darmkrebs ist eine der häufigsten Todesursachen. 3.000 Menschen sterben in Österreich jedes Jahr daran. „Bis zu 90 Prozent der Todesfälle ließen sich durch eine Vorsorgeuntersuchung verhindern“, weiß Bernhard Angermayr, Facharzt für Innere Medizin und Leiter der Ärzte im Zentrum in St. Pölten. Für die Vorsorgeuntersuchung notwendig war bislang eine Darmspiegelung.

Seit kurzem bieten die Ärzte im Zentrum erstmals in Niederösterreich eine ebenso wirksame, aber weniger unangenehme Alternative: den FIT-Stuhltest. „Dieser Test ist nicht mit herkömmlichen Stuhltests zum Blutnachweis vergleichbar“, betont Angermayr. Das Testkit kann man abholen oder sich zuschicken lassen, wird zuhause selbst angewendet, eingeschickt und im Labor in St. Pölten ausgewertet.

Ziel ist es, unauffällige Befunde – 70 Prozent laut Angermayr – auszuschließen. Nur, wenn der Befund auffällig ist, geht es zur Darmspieglung. Kleiner Schönheitsfehler: Der FIT-Test ist in NÖ im Unterschied zum Burgenland, wo ihn ÖGK und Land finanzieren, nicht gratis. Er kostet 36 Euro.

Mehr zum Stuhltest:

aerzte@zentrum.at (bitte in der Mail Adresse und Tel angeben!) bzw. unter der Tel. 02742/29394.