Wunderschöne Wanderrunde am Hiesberg im Bezirk Melk. Die NÖN präsentiert mit den Reisereportern Gerald und Sonja Lechner die schönsten Wanderrouten in Niederösterreich. Jede Woche stellen wir eine interessante Route aus allen Vierteln Niederösterreichs vor… Steinreich wie das Waldviertel, feine Steige, herrliche Ausblicke aufs Donautal und als Draufgabe ein Ruine - die Wanderrunde am Hiesberg im Bezirk Melk ist gespickt mit allen Zutaten für eine wunderbare Wanderung.

Erstellt am 03. Juni 2021 (08:00)
Reisereporter Hiesberg
Die Reisereporter

Es ist immer fein, wenn es einen perfekten Wanderparkplatz gibt. Das macht den Start in die Wanderung so richtig entspannt. Hier am Hiesberg ist es genau so, wie wir es mögen. Auf der rechten Seite (wenn ihr wie wir von der Autobahn kommt) finden einige Auto gut Platz zum Parken.

Unser Weg geht gerade nach hinten in den Wald hinein. Was wir gleich am Beginn recht witzig finden, sind die extrem tief aufgehängten Nistkästen. In bequemer Griffweite, also genau in unserer Höhe, offenbar gibt es hier keine Feinde, die den Jungvögeln an den Kragen gehen. Bei der nächsten Kreuzung gehen wir gerade aus weiter, von links werden wir am Schluss unserer Runde kommen. Und es geht gleich bergab - ja, diesmal gehen wir entgegen unserer Vorliebe zuerst hinab ins Tal, um dann am Schluss wieder aufzusteigen. Aber: der Abstieg ist wesentlich steiler als der Aufstieg. Zumindest empfinden wir es so, als würden wir am Schluss weniger aufsteigen als wir zu Beginn abgestiegen sind. Was natürlich logisch betrachtet ein Unsinn ist.

Reisereporter Hiesberg
Die Reisereporter

Bald kommt von links ein Weg dazu, wir bleiben aber rechts. Bei der nächsten Abzweigung wählen wir den linken Weg, dem wir längere Zeit folgen.

Markiert wählen wir nach einiger Zeit einen Steig. Mit so einem feinen, sehr gut zu gehenden Steig haben wir bei dieser Wanderung gar nicht gerechnet. Verschiedene Wegarten von der Forststraße bis zum Steig schätzen wir sehr, Abwechslung für die kleinen Fußmuskeln, das Gleichgewicht und für uns beim Konzentrieren. Immer tiefer steigen wir ab und genießen die Ausblicke und die spannende Waldwelt um uns. Es schaut hier aus wie im Waldviertel, Steinformationen begleiten uns und liegen wie von Riesenhand verstreut im Wald. Spannend, dass es hier am Hiesberg so aussieht. Eine kleine Abzweigung nach links bringt uns zum Weißen Stein. Von ihm aus haben wir einen schönen Ausblick, und er bietet sich perfekt für eine Pause an.

Reisereporter Hiesberg
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Im Anschluss folgt der letzte Teil des Abstiegs, der im Tal in einen breiten, gemütlichen Forstweg mündet. Dieser geht leicht steigend parallel zur Melk durch den Wald dahin. Heute ist offenbar ein Tag, an dem Blindschleichen nur von rechts nach links die Wege überqueren dürfen - nach drei bisher, treffen wir hier auf weiter zwei. Und alle von rechts nach links. Sehr witzig. Sie sind recht langsam unterwegs und so können wir die Eidechsen in Ruhe beobachten. Je weiter wir gehen, desto mehr steigt der Weg an. Aber sehr, sehr angenehm! So nähern wir uns der Abzweigung zur Ruine Zelking. Leider darf sie aufgrund von Einsturzgefahr nicht besichtigt werden, so können wir nur seitlich an ihr vorbei gehen. Imposant ist sie trotzdem, und das Gegenlicht zaubert eine spannende Stimmung.

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Die Reisereporter

Nach der Ruine wird es interessant: ein perfekter Weg geht weiter, der aber auf unseren Karten nicht eingezeichnet ist. Er wirkt aber so begangen und gepflegt, dass wir uns entscheiden, ihm zu folgen. Eine gute Entscheidung - er bringt uns exakt zum eingezeichneten Weg nach oben. Laut unserer Karte hätten wir zurück gehen müssen zum Hauptweg und dort aufsteigen - das ersparen wir uns so! Also seid nicht unsicher, falls ihr den Weg auch auf euren Karten nicht findet.

Am Hauptweg, einer Forststraße, gehen wir weiter bergauf. In einer scharfen Kehre könnt ihr euch entscheiden - die Kehre weiter gehen, also quasi nach links oder rechts auf einen Pfad einbiegen, der euch in einem größeren Bogen nach oben bringt. Wir bleiben am Hauptweg und wandern weiter. Einige Zeit geht es dahin, dann folgt eine Kehre und knapp danach verlassen wir die Forststraße. Wir biegen in einen Waldpfad ein, der uns zum Rogelstein bringt. Dazu geht es ein kleines Stück nach links vom Pfad weg, nicht zu übersehen. Eine spannende Felsformation wartet auf euch!

Reisereporter Hiesberg
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Im Anschluss wird es - zumindest bei unserer Wanderung - ein wenig matschig. Der Untergrund ist hier offenbar so verdichtet, dass das Wasser oberflächlich bleibt und den Wiesenweg feucht macht. Kein Problem und kein Gatsch, aber man muss halt schauen, wohin man steigt. Am höchsten Punkt ist derzeit viel gerodet, was den Eindruck einer Wiese mitten im Wald vermittelt, schaut sehr hübsch aus. Unser Wiesenweg mündet später wieder in eine Forststraße, die exakt zu unserem Hinweg führt. In diesen münden wir von der Seite ein, wenden uns nach rechts und gehen zum Auto.

Noch viel mehr von dieser Wanderung wie Wanderkarte, GPS-Track und viele Fotos unter: www.diereisereporter.at

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