„Inwendig woarm“: Ein Chor, der Akzente setzt. Der Chor „Inwendig woarm“ aus Reinsberg musste lang pausieren. Schon nächste Woche steht das erste Konzert dieses Jahr am Plan, ein Jubiläumskonzert folgt.

Von Anna Faltner. Erstellt am 30. Juli 2021 (06:58)
„Inwendig woarm“
Freuen sich auf den gemeinsamen Auftritt des Chors „Inwendig woarm“ mit der Gruppe „Marlyn und Stern“ am 7. August auf dem neuen Dorfplatz (von links): Chorleiterin Daniela Faschingleitner und Obfrau Andrea Wieland.
Anna Faltner

Workshops und Krapfenessen via Zoom, Vorstandssitzungen und irgendwann Proben im allerkleinsten Kreis. Das, was möglich war, hat der Reinsberger Chor „Inwendig woarm“ während der CoronaZeit gemacht. „Es war schon schwierig, die Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Deswegen haben wir immer wieder Akzente gesetzt“, erklärt Chorleiterin Daniela Faschingleitner.

Und das war gut so. Denn mittlerweile sind eigentlich alle 35 aktiven Mitglieder in die Chorprobe zurückgekehrt. Los ging es mit 10. Juni, gleich auf der neuen Bühne am Dorfplatz.„Dass Registrierungspflicht gilt und wir die 3-G-Regel einhalten, war für alle Mitglieder selbstverständlich“, ist Obfrau Andrea Wieland dankbar.

„Zum ersten Mal im Proberaum war es aber doch ein komisches Gefühl, so in der Menge zu sitzen“ Andrea Wieland

Man habe deutlich gemerkt, dass alle ein starkes Bedürfnis nach Kontakten gehabt haben. „Zum ersten Mal im Proberaum war es aber doch ein komisches Gefühl, so in der Menge zu sitzen“, schildert Wieland. Chorleiterin Daniela Faschingleitner stimmt ihr zu: „Das Gefühl für uns als Verantwortliche war doch etwas mulmig. Immerhin wollten wir keinen Cluster bei uns.“

Dazu soll es auch in Zukunft nicht kommen. Denn jetzt wird jede Probe gebraucht. Schon am 7. August steht der Chor mit der Band „Marlyn und Stern“ zusammen auf der Bühne vor dem Musium. Vier Lieder werden zusammen performt, vier Titel singt der Chor „Inwendig woarm“, das Hauptprogramm gestaltet „Marlyn und Stern“.

„Die Proben sollen ja Spaß machen.“ Andrea Wieland

Danach steht eine besondere Herausforderung an. Das Jubiläumskonzert am 9. und 15. Oktober, mit dem der Chor sein 20-jähriges Bestehen feiern will. „Das in zwei Monaten vorzubereiten, ist schon eine Herausforderung. Uns fehlen eigentlich sechs Monate Probenzeit“, erzählt die Chorleiterin. Um wieder „woarm“ zu werden, konzentriert sie sich zurzeit noch mehr auf einfachere Stücke, um die Freude am Singen in den Vordergrund zu stellen. „Die Proben sollen ja Spaß machen.“

Das Jubiläumsjahr läuft übrigens schon seit September 2020. Der Chorbrunch im September konnte noch stattfinden, die Generalversammlung und das Adventkonzert mussten abgesagt werden. Jetzt hofft der Verein, dass keine weiteren Verschärfungen bis dahin kommen. „Die steigenden Zahlen sind für das Vereinsleben nicht einfach. Das erschwert das Planen enorm“, erklärt Wieland.