St. Anton hat das größte Feuerwehrauto im Bezirk. 8.000 Liter Wassertank, 8-Tonnen-Seilwinde und 540 PS: Die FF St. Anton stellte am Freitag ihr neues Tanklöschfahrzeug vor.

Von Anita Schwaiger. Erstellt am 15. Juni 2021 (16:52)
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Das Feuerwehrkommando mit Christoph Prommer, Wolfgang Moser, Kommandant Gerald Buder, Zeugmeister David Flach und Fahrmeister Gerhard Moser (von links) präsentierten Vizebürgermeister Leo Wurzenberger sowie den Gemeinderäten und Mitarbeiterinnen vom Gemeindeamt das neue Fahrzeug.
FF St. Anton, FF St. Anton

Die Freude ist den Mitgliedern der FF St. Anton ins Gesicht geschrieben. Vergangenen Freitag präsentierten sie den Gemeindevertretern das neue Tanklöschfahrzeug. Es ist ein  HLFA 4 (Hilfeleistungsfahrzeug Allrad) und ersetzt das alte Tanklöschfahrzeug, welches 30 Jahre lang im Einsatz war.

Großes Auto in kleiner Gemeinde

Das neue Branddienstfahrzeug verfügt über eine Löschwassermenge von 8.000 Liter  – fast dreimal so viel wie das alte Fahrzeug. Es ist das größte Tanklöschfahrzeug, das zurzeit im Bezirk Scheibbs stationiert ist. Nicht nur zur Brandlöschung soll es eingesetzt werden, sondern auch zur Trinkwasserbeförderung. Eine weitere Besonderheit des HLFA 4 ist die 8-Tonnen-Bergseilwinde.

Das größte Feuerwehrauto ist also in der (auf den ersten Blick) kleinen Gemeinde St. Anton stationiert. Aber so klein ist die Gemeinde gar nicht. Zumindest, wenn man die Gemeinde- bzw. Einsatzfläche betrachtet. Diese beträgt nämlich 70 Quadratkilometer.

Auch der überörtliche Einsatz ist geplant

„Eine Risikoanalyse des Landes NÖ hat ergeben, dass die Gemeinde mindestens 6.000 Liter in Tanklöschfahrzeugen bereitzustellen hat. Um diese Menge zu gewährleisten, gab es zwei Möglichkeiten: Entweder zwei Löschfahrzeuge anzuschaffen oder ein größeres. Wir haben uns für ein größeres Fahrzeug entschieden“, schildert der FF-Kommandant  Gerald Buder. Ein Argument dafür seien zum Beispiel auch die geringeren Erhaltungskosten gewesen.

In NÖ stehen den Feuerwehren pro Bezirk  zwei solcher großen Fahrzeuge zur Verfügung.  Das Bezirksfeuerwehrkommando hat der Stationierung klarerweise im Vorhinein und nach Absprache der anderen Feuerwehren zugesagt. Zudem wird das HLFA 4 nicht nur in St. Anton im Einsatz sein: „Das Fahrzeug wird auch überörtlich jeder anderen Gemeinde zur Verfügung stehen“, versichert Buder. 

Finanziert wurde das 460.000 Euro teure HLFA 4 vom Land NÖ, NÖ Landesfeuerwehrverband, von der FF St. Anton und selbstverständlich der Gemeinde. Dieser gehört auch das Fahrzeug.  

In den kommenden Wochen wird es auch für die Gemeindebürger die Möglichkeit geben, das Fahrzeug genau unter die Lupe zu nehmen. Bevor es nun Ende Juni in Einsatz kommt, stehen für die 60 aktiven Florianis noch Einschulungen mit dem Fahrzeug am Programm.