Bezirks-FPÖ begrüßt Kickl-Wahl . FPÖ-Granden im Bezirk Amstetten und der Stadt Waidhofen begrüßen die Wahl Herbert Kickls zum neuen Bundesparteiobmann der Freiheitlichen.

Von Red. Ybbstal. Erstellt am 17. Juni 2021 (10:05)

Vorschusslorbeeren bekommt der designierte Bundesparteiobmann der FPÖ, Herbert Kickl, von den Parteigranden im Bezirk. „Er ist definitiv der beste Mann für diese Aufgabe. Kickl nennt die Dinge beim Namen, er ist geradlinig, ehrlich, bodenständig, einer der erfahrensten Parlamentarier, die wir in diesem Land haben. Als Klubobmann hat er bewiesen, dass er Politik im Interesse der Menschen in diesem Land macht – und nicht für irgendwelche Lobbys“, sagt Bezirksparteiobfrau Edith Mühlberghuber.

Mühlberghuber: Kickl sei einer, der handelt, statt nur zu reden

Kickl habe als Innenminister gezeigt, dass er regieren könne, und das, was die FPÖ vor der Wahl versprochen habe, danach auch umgesetzt habe. „Er ist einer, der handelt, anstatt wie andere nur zu reden. Der Bezirk Amstetten freut sich bereits auf seine Obmannschaft.“

Dass mit der Wahl Kickls für die FPÖ die Türen zu einer Regierungsbeteiligung auf Jahre hinaus zugehen könnten, fürchtet sie nicht. „Wir haben jetzt eine Koalition mit der Bevölkerung, wir machen konsequente, nachhaltige und geradlinige Politik aus der Opposition heraus, was in der Vergangenheit ja schon zu Regierungsbeteiligungen geführt hat, weil wir uns dadurch das Vertrauen der Wähler erarbeitet haben. Wenn uns die Wähler wieder mit entsprechendem Votum ausstatten, werden wir ja sehen, wie schnell sich angeblich geschlossene Türen plötzlich öffnen können.“

Schnabel war überrascht von Hofer-Rückzug

Für FPÖ-Regionalreferent Alexander Schnabel kam der Rückzug von Norbert Hofer von der Parteispitze zum jetzigen Zeitpunkt doch überraschend. „Es hat sich aber schon damals bei seiner Wahl zum Parteiobmann abgezeichnet, dass das nur eine kurz- oder mittelfristige Lösung ist“, sagt der Opponitzer FPÖ-Gemeinderat. „Die Funktionen des Nationalratspräsidenten und des Parteiobmanns sind manchmal eben schwierig miteinander zu vereinbaren.“

Parteiobmann und Klubchef in einer Person

Dass mit Herbert Kickl nun der FPÖ-Klubchef auch Bundesparteiobmann werden soll, ist für Schnabel hingegen naheliegend. „Diese beiden Funktionen sollten bei einer Person vereint sein. Herbert Kickl ist für mich deshalb der logische Nachfolger. Ich bin sicher, dass er diese Aufgabe souverän ausführen wird.“

Beim Bundesparteitag der FPÖ am Samstag wird der Ybbstaler FPÖ-Mandatar seine Delegiertenstimme deshalb Kickl geben. Dessen Ruf als Scharfmacher sei seiner Meinung nach ein medial gezeichnetes Bild, meint Schnabel. „Kickl ist nicht laut, sondern direkt. Er fährt einen geradlinigen Kurs. Aber natürlich ist er in der politischen Konfrontation rhetorisch brillant.“

Norbert Hofer mache als Nationalratspräsident gute Arbeit, hält Schnabel fest. „Mit seiner ruhigen Art wäre er für mich der perfekte Kandidat für die nächste Bundespräsidentschaftswahl.“

Lob für Hofer auch von Karl-Heinz Knoll

Auch für Waidhofens FPÖ-Fraktionsobmann Karl-Heinz Knoll kam Norbert Hofers Rückzug überraschend. „Hofer hat die Partei nach der Ibiza-Krise in einer schweren Stunde wieder auf die Erfolgsspur geführt“, sagt Knoll. „Dafür gilt ihm mein persönlicher Dank.“ Auch Knoll hofft auf eine Bundespräsidentschaftskandidatur Hofers.

Herbert Kickl sei einstimmig zum neuen FPÖ-Bundesparteiobmann designiert worden, hält der Ybbstaler FPÖ-Mandatar fest. „Der beste Innenminister aller Zeiten hat bewiesen, dass die FPÖ regierungsfähig ist. Das letzte Jahr hat aber auch gezeigt, wie wichtig gute Oppositionspolitik ist. Die von der Chaos- und Skandalregierung beschlossenen Gesetze und Verordnungen, welche von der FPÖ und allen voran Herbert Kickl zu recht kritisiert wurden, mussten allesamt wieder aufgehoben werden. Herbert Kickl ist für mich daher der richtige Nachfolger.“