Ochsner: Neuer Standort in Oed. Wärmepumpenhersteller erwirbt drei Hektar großes Areal direkt an der Autobahn. Im ersten Schritt entsteht ein Bürogebäude.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 15. Juni 2021 (11:00)
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Ochsner kommt nach Oed (von links): Der geschäftsführende Gesellschafter Karl Ochsner, Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer, Vizebürgermeister Martin Kattner und Ochsner-Geschäftsführer Marco Schäfer.
Gemeinde, Gemeinde

Nach der Firma Meiler kann Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer nun eine neue große Betriebsansiedlung in ihrer Gemeinde vermelden. Der Wärmepumpenhersteller Ochsner aus Haag errichtet einen neuen Betriebsstandort. Baubeginn soll 2022 sein.

Der Gemeinderat von Oed-Öhling hat in seiner Sitzung am 8. Juni beschlossen, dass das letzte freie Betriebsgebiet beim Autobahnanschluss Oed an die Firma Ochsner verkauft werden soll, die zuvor ein entsprechendes Anbot abgegeben hatte. „Wir sind sehr glücklich, dass wir das niederösterreichische Traditionsunternehmen Ochsner von den Vorteilen dieses Standorts überzeugen konnten. Mit der Ansiedelung dieser potenten Firma ist die Entwicklung des Areals Oed-West nun abgeschlossen“, sagt Hinterholzer.

Insgesamt werden im Endausbau rund 200 Ochsner-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Oed haben, was natürlich auch beträchtliche Kommunalsteuermittel in die Gemeindekassa spülen wird. Die Kommune hatte das Betriebsgebiet vor rund sechs Jahren angekauft, aufgeschlossen und die erforderliche Widmung vorgenommen.

Bürogebäude wird dringend benötigt

In einem ersten Schritt soll laut Firmenchef Karl Ochsner am neuen Standort ein – von der Firma dringend benötigtes – Bürogebäude errichtet werden. „Unser Standort in Haag platzt aus allen Nähten, wir mussten sogar bereits zusätzliche externe Büroräumlichkeiten anmieten. Aufgrund des Wachstums gehen uns die Mitarbeiterparkplätze aus. Außerdem arbeiten wir gerade daran, unsere Produktionskapazität in Haag zu verdoppeln, und wollen in Zukunft verstärkt Großanlagen bauen. Das alles benötigt natürlich Raum und eine infrastrukturell gute Lage“, sagt Ochsner.

Der künftige, rund drei Hektar große Standort in Oed punktet für den Wärmepumpenbauer vor allem mit dem nahe gelegenen Autobahnanschluss. In Haag selbst investiert das Familienunternehmen derzeit ja auch einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Es handelt sich dabei um das größte Investment in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Errichtet werden eine neue Lager-Logistik-Halle und eine Produktionshalle für bis zu drei komplette Wärmepumpen-Montagelinien. Durch ein neues Automatisierungskonzept soll die Produktion im Einschichtbetrieb von derzeit rund 10.000 auf bis zu 20.000 Wärmepumpen pro Jahr ausgeweitet werden. Die Inbetriebnahme der neuen Hallen ist rechtzeitig zur Wintersaison 2021/2022 geplant.

Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr sieht die Ausbaupläne der Firma Ochsner in Oed mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Wir haben uns ja in Haag bemüht, der Firma ein Grundstück zur Verfügung zu stellen, doch ein so großes Areal war leider nicht zu finden. Froh bin ich aber, dass Ochsner in der Region noch weitere Arbeitsplätze schafft.“